Waltraud Seidlhofer
BOOTE IN DEN MUSEEN

Gedichte
November 2008
152 Seiten / 118x183
ISBN 987-3-9502277-3-4
Preis: EUR 19,80
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BOOTE IN DEN MUSEEN /
Waltraud Seidlhofer

in der vorgangsweise, die hier entwickelt wird, bildet das objekt der beschreibung und die beschreibung des objektes eine einheit.
Siegfried J. Schmidt, Autor, Kommunikationswissenschaftler in : Die Rampe, Portrait Waltraud Seidlhofer.


Waltraud Seidlhofer arbeitet seit Jahrzehnten an der Freilegung des ästhetischen Potenzials einer scheinbar schmucklosen Wahrnehmungsprosa.

Aus der Begründung der Jury (Friedrich Achleitner, Thomas Eder, Elfriede Gerstl) zur Verleihung des Heimrad-Bäcker-Preises 2008.


Zeile nach Zeile ein menschliches Maß

Dass den Objekten, Begriffen und Wörtern etwas widerfährt, wird in der Regel von einer Warte außerhalb, aus Distanz, manchmal sogar wie aus einer Art Vogelperspektive beschrieben. Die Vorgänge des Beschreibens selbst sind es, die beschrieben werden. Sie bleiben als Vorgang dabei auf der Ebene des Beschriebenen, greifen also nicht auf die Führung eines sich kompakt gebenden Textes über.
Aus dem Nachwort von Christian Steinbacher


Jedes Projekt Waltraud Seidlhofers, und darin ist sie eine experimentelle Autorin, ist ein Forschungsprojekt mit offenen Ausgang.

Florian Neuner, Autor, Berlin

 

Textprobe:

[…] von stroemen jahreszeiten und versen

ganz einfach

passt krokus und lerchen

fuer diesen monat / moment /.

dahinter liegen die moore

die stillen überschwemmten gesichter

halden und furchen

und, statt der englischen gaerten

ranken und federn, ein langes gestruepp.

 

Rezensionen:

Die Heimrad-Bäcker Preisträgerin Waltraud Seidlhofer legt mit "Boote in den Museen" einen Lyrikband vor, der ein Gesamtkunstwerk darstellt. (...) In den Texten von Waltraud Seidlhofer geht es in der nächsten Ebene vor allem um das Beschreiben des Schreibens, um das Benennen von Strukturen und Bildern, egal ob von Realität oder Sprache. Konsequent verkürzen sich die Texte vom Beginn des Buchs bis zu seinem Ende immer mehr, man hat das Gefühl, der Autorin beim Nachdenken zuzusehen, beim Abwägen der Worte, die sie sehr sparsam einsetzt und immer weiter reduziert."

Cornelia Travnicek, Podium, November 2009

 

Informationen zur Autorin:
Waltraud Seidlhofer

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